- 10. Mai 2023
- Veröffentlicht durch: imbaa
- Kategorie: Infothek
Als Praxisnachfolger bezeichnet man Ärzte oder Ärztinnen, welche eine bestehende Arztpraxis in eigener Niederlassung übernehmen und fortfolgend dort praktizieren.
Was genau ist eine Praxisnachfolge und auf welche Details kommt es hier, aus Sicht des Arztes oder der Ärztin an?
Auch ein niedergelassener Arzt muss sich irgendwann mit der Frage beschäftigen, wann er in den Ruhestand gehen möchte und wie sein Lebenswerk unter Umständen an einen Praxisnachfolger oder an eine Praxisnachfolgerin übergeben werden kann.
Für den Praxisabgeber gibt es hier eine Reihe von formalen Details zu beachten:
- geplanter Renteneintritt (Abgabetermin für die eigene Praxis)
- formale Rahmenbedingungen für die Praxisabgabe (Ausschreibung)
- gesperrter oder offener Planungsbereich für den Praxisnachfolger
- Austausch mit der KV und Beratung im Rahmen der Praxisnachfolge einholen
- Berechnung des Praxiswertes für Verhandlungsgespräche mit dem Praxisnachfolger
- Definierung einer Preisuntergrenze und einer Preis-Zielvorgabe für die Praxisnachfolgegespräche mit dem potenziellen Praxisnachfolger
- Nutzung des eigenen Netzwerkes für geeignete Kandidaten eines Praxisnachfolgers
- Nutzung von professionellen Dienstleistern für die Praxisnachfolgeregelung
- Prüfung von Angeboten, die nach Bekanntwerden, für eine Praxisnachfolgesuche eingehen
- Prüfung des Sachverhaltes MVZ für die eigene Praxisnachfolge
- Vertragsprüfung intern und extern: aufgrund der über Jahrzehnte gewachsenen Praxisstruktur ist es von Bedeutung, bestehende Verträge im Rahmen der Praxisnachfolge genau zu prüfen (Leasingverträge, Mietverträge, Arbeitsverträge etc.), da diese zum Inhalt der Verhandlungsgespräche mit dem Praxisnachfolger werden.
- Realistische Einschätzung des Prinzips Angebot und Nachfrage am aktuellen Praxisstandort für einen potenziellen Praxisnachfolger.
- Bei Einigung zur Praxisnachfolge: einen Kaufvertrag durch einen Fachanwalt erstellen lassen
Praxisbeispiele:
Die Praxisnachfolge kann nicht pauschalisiert werden und bedarf immer einer individuellen Standortanalyse. Sowohl für den Praxisabgeber als auch für den Praxisnachfolger stellen sich unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse dar.
Beispiel I. im Rahmen der Praxisnachfolger-Suche:
Ein Praxisstandort mit medizinischer Hochschule im eigenen Einzugsbereich sorgt in der Regel für eine höhere Nachfrage in Bezug auf potenzielle Praxisnachfolger.
Viele Mediziner haben am Studienort Wurzeln geschlagen und möchte ihren Lebensmittelpunkt häufig dort beibehalten. Diese emotionale Bindung verschafft Praxisabgebern eine gute Gesprächsgrundlage mit Kandidaten für die eigene Praxisnachfolge.
Beispiel II. im Rahmen der Praxisnachfolger Suche:
Handelt es sich bei der abzugebenden Praxis um eine Praxis für Allgemeinmedizin und ist das Einzugsgebiet dicht besiedelt, besteht zwischen dem Patienten und der Arztpraxis in der Regel ein über Jahrzehnte gewachsenes Vertrauensverhältnis im Rahmen der hausärztlichen Tätigkeit. Diese Personenbindung kann im Rahmen einer Praxisnachfolgersuche ein großer Vorteil für beide Seiten sein, (sowohl für den Praxisabgeber als auch für den Praxisübernehmer).
Im Rahmen einer Praxisnachfolge kann nämlich eine parallele Zusammenarbeit dafür sorgen, dass sich dieses Vertrauensverhältnis behutsam auf den Nachfolger übertragen lässt. Die Patientengewinnung startet für einen Praxisnachfolger daher bei der Übernahme einer Bestandspraxis nie bei null. Es kann auf laufende und garantierte Praxiseinnahmen zurückgegriffen werden, was den Start in die Selbständigkeit deutlich erleichtert.
Bestehende Praxisbörsen, die über die jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen betrieben werden, sind in der Regel ein guter erster Anlaufpunkt, sowohl für potenzielle Praxisnachfolger, die aktiv suchen wollen, als auch für Praxisabgeber, die sich einen Überblick verschaffen wollen, oder die, die direkt mit der Praxisverfügbarkeit auf sich aufmerksam machen wollen.
Ein Beispiel für eine KV – Praxisbörse haben wir hier aufgeführt:
auch wenn die Praxisbörse nur eines von vielen Werkzeugen im Rahmen der Praxisnachfolge darstellt, ist sie häufigein beliebtes Mittel und schnelles Kontaktmedium in der jeweiligen Region.

Hier eine schnelle Linkübersicht, mit allen Praxisbörsen der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen Deutschlands:
Baden-Württemberg
https://www.kvbawue.de/praxis/boersen/suchen
Bayern
https://dienste.kvb.de/boerse/web/help/MainPage?1
Berlin
https://www.kvberlin.de/fuer-praxen/alles-fuer-den-praxisalltag/praxisboerse-der-kv-berlin/boerse
Brandenburg
https://praxisboerse.kvbb.de/boerse/
Bremen
Hamburg
https://www.kvhh.net/de/praxis/zulassung/praxisboerse.html
Hessen
https://www.kvhessen.de/praxisboerse#anchorextd
Mecklenburg-Vorpommern
https://www.kvmv.de/nachwuchs/praxisboerse/
Niedersachsen
https://praxisboerse.kvn.de/boerse/
Nordrhein
Rheinland-Pfalz
https://www.kv-rlp.de/mitglieder/service/anzeigenmarkt/
Saarland
https://www.kvsaarland.de/-/praxisborse
Sachsen
https://www.kvs-sachsen.de/praxis-und-stellenboerse/praxisboerse/praxisangebote/
Sachsen-Anhalt
https://www.kvsa.de/index.php?id=657
Schleswig-Holstein
https://www.kvsh.de/praxisboerse
Thüringen
https://www.kv-thueringen.de/praxisboerse
Westfalen-Lippe
https://www.kvboerse.de/beratung-durch-die-kven/kv-westfalen-lippe
Hinweis für den Praxisinhaber: Praxiswert und Kaufpreis?
Für den Praxisnachfolger wird in der Regel der am Ende geforderte Kaufpreis zählen. Denn diesen muss er in der Regel finanzieren und im Rahmen seiner wirtschaftlichen Budgetplanung muss dieser für den Praxisnachfolger tragbar sein.
Der Praxisabgeber richtet seine Aufmerksamkeit in der Regel auf den Praxiswert. Während sich der Praxiswert nach Umsatz-/Gewinn- und Ertragswertmethode rechnerisch ermitteln lässt, basiert der Kaufpreis auf dem Prinzip Angebot und Nachfrage. Daher macht es Sinn, vorab eine Praxiswertermittlung in Auftrag zu geben, um eine Grundlage für Preisverhandlungen zu schaffen, von der sowohl Praxisnachfolger als auch Praxisabgeber profitieren können.
Wichtig!
In den Gesprächen mit Bewerbern als Praxisnachfolger sollten wesentliche Kennzahlen immer präsent sein. Wie diese aufgebaut sein könnten, haben wir in einer von uns erstellten Chef-Übersicht hier verlinkt:
Diese Fakten nehmen die Emotionen aus den laufenden Gesprächen und lassen beiden Parteien mehr Sachlichkeit zukommen, wenn es um die gemeinsame Preisfindung geht.
Profitipp:
wie löst man die Praxisnachfolge-Suche in Kombination mit der Einstellung eines Weiterbildungsassistenten (WBA)? Welche Eigenschaften passen auf Ihr Anforderungsprofil?
Diese und weitere Themen sind unser tägliches Brot, holen Sie sich den Rat vom Experten!
Wenn wir Ihr Interesse an den Details zur Planung einer Praxisnachfolge geweckt haben, kontaktieren Sie uns hier bevor Sie an den Planungsdetails verzweifeln, profitieren Sie von unserer Expertise und lassen Sie sich von uns helfen.
Historical Football Betting Trends and Patterns via Betzoid Research
Football betting has evolved dramatically over the past century, transforming from informal wagers between spectators into a sophisticated global industry worth billions of dollars annually. Understanding historical trends and patterns in football betting provides valuable insights into how betting markets have matured, how odds-making has become more scientific, and how bettors‘ behaviors have shifted alongside technological and regulatory changes. By examining these patterns across different eras, we can better comprehend the complex relationship between football as a sport and the betting ecosystem that surrounds it.
The Evolution of Football Betting Markets
The earliest forms of football betting emerged in the late 19th and early 20th centuries, primarily in British pubs and social clubs where informal wagers were placed on local matches. These rudimentary betting activities lacked the structure and regulation that characterize modern markets. The introduction of fixed-odds betting in the 1920s marked a significant milestone, allowing bookmakers to offer predetermined odds on match outcomes before games commenced. This innovation created the foundation for what would become a standardized betting industry.
The post-World War II era witnessed the legalization and formalization of football pools in many European countries, with companies like Littlewoods and Vernons dominating the British market. These pools required participants to predict the results of multiple matches, creating a collective betting structure that differed fundamentally from individual wagers. Historical data from this period reveals that draw predictions were consistently the most challenging outcomes to forecast accurately, a pattern that persists in contemporary betting markets.
The 1960s and 1970s introduced more sophisticated betting options beyond simple win-draw-lose predictions. Handicap betting emerged as bookmakers sought to create more balanced markets for matches with clear favorites. Analysis of betting patterns from this era demonstrates that public sentiment often heavily favored home teams, creating value opportunities for contrarian bettors who recognized that odds didn’t always reflect true probabilities. This home-bias phenomenon has been extensively documented in betting research and remains a factor, albeit diminished, in modern markets.
Statistical Patterns and Market Efficiency
The 1990s represented a watershed moment for football betting as computerization enabled the collection and analysis of vast datasets. Bookmakers began employing statisticians and mathematicians to develop more accurate pricing models, leading to increased market efficiency. Research conducted during this period, including comprehensive studies by platforms like Betzoid, revealed several persistent patterns that challenged conventional wisdom about football outcomes. One notable finding was the „favorite-longshot bias,“ where favorites tended to offer better value than their odds suggested, while longshots were consistently overbet relative to their actual winning probabilities.
Historical analysis of goal-scoring patterns has provided particularly valuable insights for betting markets. Data spanning decades confirms that goal distribution in football matches closely follows a Poisson distribution, a statistical pattern that allows for reasonably accurate predictions of scorelines when team strengths are properly assessed. However, deviations from this model occur in specific circumstances, such as when teams are protecting leads late in matches or when weather conditions significantly impact play. Recognizing these contextual factors has become crucial for sophisticated betting analysis.
The concept of „closing line value“ emerged as a critical metric for evaluating betting performance in the late 1990s and early 2000s. Historical tracking demonstrated that odds movements between opening and closing lines reflected the incorporation of new information and sharp money entering the market. Bettors who consistently obtained better prices than the closing odds showed long-term profitability, even when their overall winning percentage was relatively modest. This pattern highlighted the importance of timing and market positioning rather than simply selecting winning outcomes.
Technological Disruption and Modern Trends
The advent of online betting exchanges in the early 2000s fundamentally altered the betting landscape by allowing individuals to act as bookmakers and lay bets against specific outcomes. Historical data from exchanges revealed market inefficiencies that traditional bookmakers had maintained for decades. The transparency of exchange markets provided unprecedented insights into betting volumes, price movements, and market sentiment. Analysis of exchange data demonstrated that significant price movements often occurred in response to team news, with markets adjusting rapidly when lineup information became available.
The proliferation of in-play betting, which allows wagers to be placed during matches, has created entirely new pattern sets for analysis. Historical trends show that in-play markets often overreact to early goals, creating value opportunities for bettors who understand regression to the mean. A team conceding an early goal typically sees their odds lengthen significantly, yet research indicates that the impact of a single early goal on final match outcomes is less dramatic than in-play odds movements suggest. This pattern has been particularly pronounced in matches between evenly-matched opponents.
Mobile betting technology has transformed wagering behaviors, with historical data showing a significant increase in impulse betting and smaller stake sizes compared to pre-mobile eras. The convenience of smartphone betting has also led to more diverse betting patterns, with users placing wagers on a wider variety of markets and leagues than traditional bettors. Analysis reveals that mobile bettors tend to favor more exotic markets, such as first goalscorer and correct score predictions, compared to desktop users who show stronger preferences for traditional match outcome bets.
Regulatory Changes and Market Adaptations
Historical betting trends cannot be fully understood without examining the regulatory frameworks that have shaped market development. The licensing of online gambling operators in various jurisdictions throughout the 2000s and 2010s brought standardization and consumer protections but also introduced restrictions that altered betting patterns. Countries implementing advertising restrictions, stake limits, or self-exclusion programs have seen measurable changes in betting volumes and user behaviors. Comparative analysis across jurisdictions reveals that regulatory approaches significantly influence market characteristics, from the types of bets offered to the demographics of participants.
The introduction of betting exchanges and the subsequent tension with traditional bookmakers prompted regulatory responses in many markets. Some jurisdictions embraced the exchange model as promoting market efficiency and transparency, while others imposed restrictions to protect established operators. Historical examination of these different regulatory paths demonstrates that markets with greater competition and diverse operator types tend to offer better value to bettors, as measured by lower overround percentages and more efficient odds-setting.
Recent years have seen increasing focus on responsible gambling measures, with operators implementing deposit limits, reality checks, and algorithmic detection of problem gambling behaviors. While these interventions serve important social purposes, they have also influenced betting patterns by reducing the activity of high-volume recreational bettors. Historical data suggests that these measures have had minimal impact on sophisticated bettors who approach wagering systematically, but have significantly affected casual participants who previously accounted for substantial market liquidity in certain segments.
Understanding historical football betting trends and patterns provides essential context for anyone seeking to comprehend modern betting markets. From the informal wagers of the early 20th century to today’s algorithmically-driven exchanges, the evolution of football betting reflects broader technological, regulatory, and social changes. Persistent patterns such as the favorite-longshot bias and home-field advantage effects continue to influence markets, while new technologies create novel opportunities and challenges. As betting markets continue to evolve, historical analysis remains an invaluable tool for identifying enduring principles amid constant change, offering insights that transcend specific eras or technological platforms.