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Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges

Ein Beispiel aus der Praxis:
Die betriebswirtschaftliche Auswertung eines niedergelassenen Arztes weist per 31.12. Finanzierungskosten in Höhe von 13.344 € aus. Bei einem angenommenen Jahresumsatz von 200.000 € entspricht dies einem Anteil von 6,7 %. Im Einzelnen setzen sich die Finanzierungskosten wie folgt zusammen:
Zinsen für kurzfristige Praxisdarlehen5.277 €
Zinsen für langfristige Praxisdarlehen7.823 €
Nebenkosten des Geldverkehrs244 €
gesamte Finanzierungskosten13.344 €
Bei einem externen Praxisvergleich, also dem Vergleich der eigenen Zahlen mit den Zahlen der Fachgruppe wird sichtbar, dass die Finanzierungskosten bei dem hier angenommenen Umsatz zu hoch sind.
Eine Ursache für die zu hohen Finanzierungskosten war in dem Beispiel, dass durch rückläufige Einnahmen bei gleichzeitig gestiegenen Praxisausgaben der teure, kurzfristige Kontokorrentkredit in Höhe von 50.000 € permanent voll in Anspruch genommen wurde. Belastend kam hinzu, dass eine Investition über 15.000 € über den Kontokorrentkredit bezahlt wurde. Bei einem angenommenen Zinssatz von 10,5% muss dieses Darlehen teuer bezahlt werden.

Was ist zu tun? Folgende Schritte sind erforderlich:
  • Formulierung von realistischen Zielen, d.h. Senkung der Finanzierungskosten mindestens auf den Fachgruppendurchschnitt
  • Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges zur Erreichung dieser Ziele, d.h. Prüfung von Umschuldungsmöglichkeiten, Aufstellung von Planrechnungen, Bankgespräche.
Wie in diesem Beispiel gezeigt wird, ist erst nach Kenntnis des gesamten Sachverhaltes eine gezielte Maßnahme zur Gegensteuerung möglich.
Die Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges beschränkt sich selbstverständlich nicht nur auf die Finanzierungskosten, sondern auf sämtliche Kostenarten der Praxis.